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	<title>amisdusenegal</title>
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	<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 18:54:11 +0000</pubDate>
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		<title>Die Legende vom vierten König</title>
				
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 18:54:11 +0000</pubDate>

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		<description>Fragt Ihr Euch, warum ich diese Geschichte erzähle?
Ich habe von einer unbekannten Person Geld bekommen, eingewickelt in ein Papier auf dem nur  stand:
Der vierte König auf dem Heimweg....und den Menschen im Senegal ein Wohlgefallen....

die Spende deckt die gesamten Ausgaben des letzten Oktobers, Schulgeld, Schulmaterial, Arztkosten..... 

Da hat wahrlich jemand einen Edelstein weiter gegeben! Danke!

Ich bedanke mich für all die kleinen und grossen Edelsteine die unser Verein immer wieder von so vielen Menschen bekommt, damit wir sie weitergeben können, da und dort damit  Not  lindern, Schmerz nehmen und immer wieder ein Strahlen in so viele Gesichter zaubern.

Die Legende vom 4. König
Außer Caspar, Melchior und Balthasar war auch ein vierter König aus dem Morgenland aufgebrochen, um dem Stern zu folgen, der ihn zu dem göttlichen Kind führen sollte. Dieser vierte König hieß Coredan. Drei wertvolle rote Edelsteine hatte er zu sich gesteckt und mit den drei anderen Königen einen Treffpunkt vereinbart.

Doch Coredans Reittier lahmte unterwegs. Er kam nur langsam voran, und als er bei der hohen Palme eintraf, war er allein. Nur eine kurze Botschaft, in den Stamm des Baumes eingeritzt, sagte ihm, dass die anderen drei ihn in Betlehem erwarten würden. Coredan ritt weiter, ganz in seinen Wunschträumen versunken.

Plötzlich entdeckte er am Wegrand ein Kind bitterlich weinend und aus mehreren Wunden blutend. Voll Mitleid nahm er das Kind auf sein Pferd und ritt in das Dorf zurück, durch das er zuletzt gekommen war. Er fand eine Frau, die das Kind in Pflege nahm. Aus seinem Gürtel nahm er einen Edelstein und vermachte ihn dem Kind, damit sein Leben gesichert sei. Doch dann ritt er weiter, seinen Freunden nach. Er fragte die Menschen nach dem Weg, denn den Stern hatte er verloren. Eines Tages erblickte er den Stern wieder, eilte ihm nach und wurde von ihm durch eine Stadt geführt. Ein Leichenzug begegnete ihm. Hinter dem Sarg schritt eine verzweifelte Frau mit ihren Kindern. Coredan sah sofort, dass nicht allein die Trauer um den Toten diesen Schmerz hervorrief. Der Mann und Vater wurde zu Grabe getragen. Die Familie war in Schulden geraten, und vom Grabe weg sollten die Frau und die Kinder als Sklaven verkauft werden. Coredan nahm den zweiten Edelstein aus seinem Gu?rtel, der eigentlich dem neugeborenen König zugedacht war. „Bezahlt, was ihr schuldig seid, kauft euch Haus und Hof und Land, damit ihr eine Heimat habt!“ Er wendete sein Pferd und wollte dem Stern entgegenreiten - doch dieser war erloschen. Sehnsucht nach dem göttlichen Kind und tiefe Traurigkeit überfielen ihn. War er seiner Berufung untreu geworden? Würde er sein Ziel nie erreichen?

Eines Tages leuchtete ihm sein Stern wieder auf und führte ihn durch ein fremdes Land, in dem Krieg wütete. In einem Dorf hatten Soldaten die Bauern zusammengetrieben, um sie grausam zu töten. Die Frauen schrieen und Kinder wimmerten.

Grauen packte den König Coredan, Zweifel stiegen in ihm auf. Er besaß nur noch einen Edelstein - sollte er denn mit leeren Händen vor dem König der Menschen erscheinen? Doch dies Elend war so groß, dass er nicht lange zögerte, mit zitternden Händen seinen letzten Edelstein hervorholte und damit die Männer vor dem Tode und das Dorf vor der Verwüstung loskaufte. Müde und traurig ritt Coredan weiter. Sein Stern leuchtete nicht mehr. Jahrelang wanderte er. Zuletzt zu Fuß, da er auch sein Pferd verschenkt hatte. Schließlich bettelte er, half hier einem Schwachen, pflegte dort Kranke; keine Not blieb ihm fremd. Und eines Tages kam er am Hafen einer großen Stadt gerade dazu, als ein Vater seiner Familie entrissen und auf ein Sträflingsschiff, eine Galeere, verschleppt werden sollte. Coredan flehte um den armen Menschen und bot sich dann selbst an, anstelle des Unglücklichen als Galeerensklave zu arbeiten.

Sein Stolz bäumte sich auf, als er in Ketten gelegt wurde. Jahre vergingen. Er vergaß, sie zu zählen. Grau war sein Haar müde sein zerschundener Körper geworden.
Doch irgendwann leuchtete sein Stern wieder auf. Und was er nie zu hoffen gewagt hatte, geschah. Man schenkte ihm die Freiheit wieder; an der Küste eines fremden Landes wurde er an Land gelassen. In dieser Nacht träumte er von seinem Stern, träumte von seiner Jugend, als er aufgebrochen war, um den König aller Menschen zu finden. Eine Stimme rief ihn: „Eile, eile!“ Sofort brach er auf, er kam an die Tore einer großen Stadt. Aufgeregte Gruppen von Menschen zogen ihn mit, hinaus vor die Mauern. Angst schnürte ihm die Brust zusammen. Einen Hügel schritt er hinauf, Oben ragten drei Kreuze.

Coredans Stern, der ihn einst zu dem Kind führen sollte, blieb über dem Kreuz in der Mitte stehen, leuchtete noch einmal auf und war dann erloschen. Ein Blitzstrahl warf den müden Greis zu Boden. „So muss ich also sterben“, flu?sterte er in jäher Todesangst, „sterben, ohne dich gesehen zu haben? So bin ich umsonst durch die Städte und Dörfer gewandert wie ein Pilger, um dich zu finden, Herr?“ Seine Augen schlossen sich. Die Sinne schwanden ihm. Da aber traf ihn der Blick des Menschen am Kreuz, ein unsagbarer Blick der Liebe und Güte. Vom Kreuz herab sprach die Stimme: „Coredan, du hast mich getröstet, als ich jammerte, und gerettet, als ich in Lebensgefahr war; du hast mich gekleidet, als ich nackt war!“

Und der Sterbende am Kreuz schaute gerade auf ihn herab - mit gütigem Blick. Da kniete der vierte König nieder und sagte: „Herr endlich bin ich da, meine Hände sind leer, aber mein Herz ist reich.“ - „Ich weiß“ sprach der Herr am Kreuz; „Doch alles, was du an den Geringsten unter den Menschen getan hast, das hast du für mich getan.“ Da faltete der vierte König die Hände. Drei Blutstropfen des sterbenden Jesus fielen in diese gefalteten Hände. Dann neigte Jesus das Haupt und starb.
Als der vierte König seine Hände wieder aufmachte, da waren die Blutstropfen verschwunden, sie waren zu drei herrlichen, roten Edelsteinen geworden.</description>
		
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		<title>Mein Praktikum im Kinderhaus in Mbour von Fabia Meier</title>
				
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 18:32:28 +0000</pubDate>

		<dc:creator>amisdusenegal</dc:creator>
		
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Mein Praktikum im Kinderhaus in Mbour 
Februar bis Mai 2010

Für drei Monate absolvierte ich im Kinderhaus in Mbour ein Praktikum. Ich half im Haus mit und konnte gleichzeitig in die senegalesische Kultur eintauchen, das Land und die Leute kennenlernen und viele eindrückliche Erinnerungen nach Hause nehmen. 

26.3.2010
„Am Morgen, wenn ich aufstehe, ist es ziemlich kühl. Es ist noch früh. Der Muezzin weckt mich kurz nach halb sechs Uhr. Etwas später stehe ich auf, dusche mich kurz mit dem kalten Wasser, ziehe mich an und gehe nach unten. Meistens haben sich um diese Zeit ein paar Kinder schon gewaschen und ich helfe beim Anziehen und Eincremen der jüngeren Kinder. 
Sind die Kinder bereit, fülle ich ein Gefäss mit Wasser und steige die Treppe zur Terrasse hinauf, um die Küken zu füttern. Ich lasse meinen Blick über das erwachende Quartier schweifen. Alles erscheint friedlich und ruhig. Ab und zu höre ich einen Hahn krähen oder eine Ziege meckern. Vereinzelt gehen Menschen die Strasse entlang; sie sind auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule. Eine Frau trägt einen mit Wasser gefüllten Kessel auf dem Kopf. Ein neuer Tag beginnt. Ich freue mich darauf.“

Während den ersten paar Wochen besuchte ich zwei Schulen, in denen auch unsere Kinder eingeschrieben sind. Ich lernte das senegalesische Schulsystem kennen, assistierte im Unterricht und war an einem Nachmittag ganz alleine für eine 1. Klasse verantwortlich. 

2.3.2010
„An meinem ersten Morgen an der Schule erklärte mir Monsieur Mingou, dass er am Nachmittag nach Dakar reisen müsste. Er fragte mich, ob ich seine Stellvertretung machen und den Kindern Mathe unterrichten möchte. Ich war schon etwas nervös, als ich vor den 70 Schülern stand. Irgendwie versuchte ich den Kindern zu erklären, dass sie ihre Hefte und Tafeln auspacken und die Aufgaben, die ich auf die Tafel notiert hatte, lösen sollten. Dies war nicht ganz einfach, da ich erstens gegen den Lärmpegel des Geschwätzes der Kinder ankämpfen musste, und zweitens die Kinder kaum Französisch sprachen und sich mein Wolof zu dieser Zeit noch auf „Guten Tag“ und „Wie geht es dir?“ beschränkte. Doch irgendwie klappte es trotzdem und schon bald war ich ständig von 10 bis 20 Kindern umringt, die mir ihre Tafeln mit ihren Lösungen zeigten. Zugegeben ich hatte keine Ahnung, ob wirklich alle Schüler die Aufgaben gelöst hatten, denn ich hatte einige Schwierigkeiten den Überblick zu behalten. Doch es war eine tolle Erfahrung.“

Eine Woche verbrachte ich im öffentlichen Kindergarten, den zwei der Kinder des Kinderhauses besuchen. Jeden Morgen machten die Kinder Morgengymnastik, rannten Runden im Innenhof und spielten verschiedene Stafetten. Darauf folgten die „cours de language“, in denen die Hälfte der Kinder Gegensätze wie zum Beispiel „lourd-léger“ oder „vide-plein“ in Französisch übten. 
Im Kinderhaus unterrichtete eine Lehrperson drei Kinder des Hauses. Auch dort konnte ich im Unterricht mithelfen. Es war sehr spannend dem einen Jungen, der erst seit kurzem im Kinderhaus war und zuvor noch nie zur Schule ging, das Lesen und Schreiben beizubringen. 
Am Abend repetierte ich mit den Kindern jeweils ihre Lektionen, gab Rechenaufgaben auf oder übte mit ihnen das Lesen. Häufig ging die Elektrizität aus und wir lernten im Schein einer Kerze weiter. 

Oft begleitete ich Astou, die Hausmutter, auf den Markt um Gemüse, Reis, Fisch und andere Lebensmittel einzukaufen. An meinen ersten Besuch des Marktes kann ich mich noch sehr gut erinnern.

23.2.2010
„Wir stiegen aus dem Taxi und befanden uns mitten im Marktgetümmel. Es herrschte ein reges Treiben: Frauen hatten ihr Gemüse auf einem Tuch auf dem Boden ausgelegt, ein Mann stösst einen Karren mit Kleidern vor sich hin, ein anderer führt seine Ziegenherde durch die Menschenmenge, eine junge Mutter mit einem Kind auf dem Rücken trägt eine Schale mit Erdnüssen auf dem Kopf. Ich sehe Menschen und Farben, so weit das Auge reicht.“

Die senegalesischen Gerichte schmecken mir ausgezeichnet. Ich wollte unbedingt lernen, wie man sie zubereitet und half deshalb häufig in der Küche. So rüstete ich Gemüse, nahm Fische aus und lernte verschiedene Zutaten und Gewürze kennen. 

Den Sonntagnachmittag verbringen viele Menschen aus Mbour am Strand. Auch ich ging jeweils mit den Kindern ans Meer, worauf sich alle schon lange vorher freuten. Nach einem Fussweg in der brütenden Hitze war es eine richtige Wohltat ins kühle Nass des Meeres einzutauchen. Die Augen der Kinder strahlten vor Freude, als die Kinder über die Wellen sprangen, Sandburgen bauten, sich im Sand einbuddelten, Fussball spielten und die senegalesische Kampfsportart ausübten. 

14.3.2010
„Wir gingen am Strand spazieren und genossen den Sonnenuntergang. Es herrschte eine atemberaubende Stimmung. Das Meer glitzerte ganz hell. Die Kinder, die im Wasser badeten, konnte ich nur als Silhouetten erkennen, ein Fussballclub trainierte am Strand. Ich atmete die frische, klare Meeresluft ein. Ich bin so glücklich hier zu sein.“

Ich möchte mich von Herzen bei den Vorstandsmitgliedern vom Verein Amis du Senegal bedanken, die mir ermöglicht haben das Praktikum im Kinderhaus zu absolvieren und auch bei allen Mitarbeitenden und Freunden in Mbour, die mich so herzlich aufgenommen haben und mit denen ich diese tolle Zeit erleben durfte. 

Fabia Meier
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		<title>Jahresbericht 2010</title>
				
		<link>http://www.amisdusenegal.ch/Jahresbericht-2010</link>

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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 17:54:10 +0000</pubDate>

		<dc:creator>amisdusenegal</dc:creator>
		
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		<description>&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image007.jpg" width="640" height="480" width_o="640" height_o="480" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image007_o.jpg" data-mid="5417360"  border="0" align="left"/&#62;
Dieses Tableau ist ein Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender. 
Originalgrösse: 45 x 30 cm.

Der Vater eines von uns betreuten Kindes hat es in sorgfältiger Kleinarbeit erstellt. Das verwendete Material sind angebrannte Zündhölzer. Er hat es mir geschenkt, um seinem Dank Ausdruck zu verleihen. An dieser Stelle gebe ich diesen gerne an alle, die unser Projekt im Senegal unterstützen weiter!

Februar bis Mai
Für drei Monate, von Februar bis Mai weilte Fabia Meier, eine junge Frau aus der Schweiz, als Praktikantin bei uns im Kinderhaus.  
Claudine Bucher und ich konnten sie während unseres Aufenthaltes im Februar in Dakar in Empfang nehmen.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image009.jpg" width="640" height="527" width_o="640" height_o="527" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image009_o.jpg" data-mid="5417399"  border="0" align="left"/&#62;

Fabia wurde von allen sehr freundlich aufgenommen und sofort ins Herz geschlossen. Schon zwei Tage nach ihrer Ankunft machten wir unsere „Schulreise“. Wie immer packten wir alle Kinder, Essen und Trinken in einen Bus und los ging die Fahrt in den Norden zum Lac Rose.

Der Lac Rose ist ein Salzsee. Hier wird Salz gewonnen und zwar in solchen Mengen, dass es auch exportiert werden kann.
Wir staunten allerdings sehr, als wir sahen, in welch mühsamer Arbeit das Salz gewonnen wird. 

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image011.jpg" width="640" height="424" width_o="640" height_o="424" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image011_o.jpg" data-mid="5417466"  border="0" align="left"/&#62;

Die Männer stehen im Wasser und kratzen das Salz mit einer Schaufel vom Grund. Anschliessend wird es in Boote geladen und ans Ufer gebracht. Hier laden Frauen das Salz in Körbe und tragen es an Land, wo es an der Sonne getrocknet wird. Ein Liter Wasser enthält 380g Salz. Für die Haut der Arbeiter ist das dauernde Stehen in dieser Salzlake eine grosse Belastung.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image013.jpg" width="640" height="853" width_o="640" height_o="853" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image013_o.jpg" data-mid="5417486"  border="0" align="left"/&#62;

Auch für die Frauen ist das Tragen der schweren Körbe Schwerstarbeit. Wir waren sehr beeindruckt.
Unsere Mittagsrast machten wir an einem sonnigen Platz hinter einem Hotel. Hier durften wir die Toiletten benutzen und bekamen auch frisches Wasser. 
Das konnten wir gut gebrauchen, da die Kinder sich nach dem Essen auf einem Sandhügel vergnügten, den sie in grosser Freude bestiegen und hinab rannten, was natürlich oft in einem Sturz in den Sand endete. Sauber und „entsandet“ posierten am Schluss alle fürs Gruppenbild.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image015.jpg" width="640" height="360" width_o="640" height_o="360" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image015_o.jpg" data-mid="5417497"  border="0" align="left"/&#62;

Mit vielen Eindrücken ging es dann zurück nach Hause.

Während unseres Aufenthaltes im Februar  liessen wir die Wände im Kinderhaus neu streichen und beim Haus- eingang zwei Stufen erstellen. Bis jetzt war dieser nur eine Schräge aus Beton, auf der man immer wieder auszurutschen drohte.   

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image017.jpg" width="640" height="853" width_o="640" height_o="853" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image017_o.jpg" data-mid="5417521"  border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image019.jpg" width="640" height="480" width_o="640" height_o="480" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image019_o.jpg" data-mid="5417523"  border="0" align="left"/&#62;

Jetzt sind da zwei Stufen mit rutschfesten Platten und die Sturzgefahr ist gebannt. Für Unterhalt und Reparaturarbeiten gaben wir im Februar rund 1000.- sFr aus. 
Da die „kleinen“ Kinder im Haus jetzt alt genug sind, um in einem eigenen Zimmer zu schlafen, benötigten wir neue Betten.

Dame, der Mann unserer Hausmutter, ist Metallarbeiter und wir gaben ihm den Auftrag die Betten herzustellen. Sie sind wunderschön geworden! Für drei neue Kinderbetten bezahlten wir 300.- sFR.

Jedes Mal wenn wir in den Senegal reisen, nehmen wir so viele Kleider wie möglich mit. Nicht nur unsere Kinder im Haus auch viele andere Familien sind froh darum. Oft hat es natürlich Sachen dabei, die den Kindern im Haus zu gross oder zu weit sind. Bis jetzt hat Astou, unsere Hausmutter, sie zum Schneider gebracht um sie anzupassen. Dank einer speziellen Spende konnten wir eine Nähmaschine kaufen. Jetzt kann Astou die Änderungen selbst machen. Sie ist unglaublich stolz auf die neue Maschine.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image021.jpg" width="640" height="480" width_o="640" height_o="480" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image021_o.jpg" data-mid="5417551"  border="0" align="left"/&#62;

Immer wieder unterstützen wir auch Menschen die krank sind. Im Februar mussten wir eine Frau gar ins Spital bringen. Sie hatte einerseits Malaria, andererseits sagte uns der Arzt, sie sei chronisch unterernährt. Natürlich kauften wir sofort Reis, Zwiebeln, Oel, Zucker, Milchpulver und Früchte. Sie erholte sich während unseres Aufenthalts zusehends. 
Insgesamt haben wir für Medikamente und ärztliche Betreuung im Februar  etwas mehr als 400.- sFr ausgegeben. 

Yanik Sousa und Stephan
Bereits vor der letzten GV wurden wir von Yanik Sousa kontaktiert. Im Rahmen einer Schulabschlussarbeit wollte er gemeinsam mit einem Klassenkameraden ein Projekt zur Schulförderung von Kindern in Afrika lancieren. Die beiden dachten zuerst an eine eigene Vereinsgründung und wir übernahmen es gerne, sie über die nötigen Schritte zu informieren. Da sie alles schnell realisieren wollten, suchten sie die enge Zusammenarbeit mit unserem Verein. 
Sie sammelten in kurzer Zeit über 2500.- sFr und wollten damit 50 Kindern das Schulgeld bezahlen.
Dazu reisten sie im Oktober in den Senegal, wo Claudine Bucher und ich sie trafen.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image023.jpg" width="640" height="871" width_o="640" height_o="871" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image023_o.jpg" data-mid="5417595"  border="0" align="left"/&#62;&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image025.jpg" width="640" height="978" width_o="640" height_o="978" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image025_o.jpg" data-mid="5417598"  border="0" align="left"/&#62;

Unsere Hausmutter Astou hatte auf meinen Auftrag hin bereits eine Liste erstellt von Familien, welche ihre Kinder nicht zur Schule schicken können. Gemeinsam mit Astou, Yanik, Stéphane und Claudine begannen wir die Familien zu besuchen um die nötigen Gespräche zu führen. Bald aber liessen wir die Drei diese Arbeit alleine weiter führen. 

Auf Claudine und mich warteten die Familien, deren Kinder wir seit längerem betreuen. Jedes Jahr nehmen wir auch einige neue Kinder in unser Schulprogramm auf, sofern dies die Finanzen erlauben.
Im Oktober haben wir 62 Kinder, davon 12 neue, eingeschrieben, Schulmaterial und Rucksäcke gekauft und alles bei den entsprechenden Familien abgegeben. 
Für all das haben wir rund 6500.- sFr ausgegeben! Das ist viel Geld, doch es sind nützliche Investitionen. Laut WHO ist Schulbildung das wesentlichste Mittel um Armut zu bekämpfen.

Die staatlichen Schulen sind billig, doch oft fällt der Unterricht aus und in einer Klasse sitzen 80 – 90 Kinder. Wir haben deshalb einige der betreuten Kinder in Privatschulen eingeschrieben. Dies, nachdem sie mit viel Einsatz und Willen gezeigt haben, dass sie lernen wollen. In diesem Jahr kam eine neue Schwierigkeit dazu. In den öffentlichen Schulen gab es nicht genug Platz für alle Kinder, welche in die Oberstufe eintreten konnten. So bezahlten wir für jene, die  keinen Platz in öffentlichen Schulen finden konnten, eine Privatschule.

Yanik und Stéphane hatten es da kostengünstiger, sie haben vor allem Kinder in  den Primarschulen eingeschrieben, davon gibt es genug öffentliche, so konnten sie 70 Kinder einschreiben. Damit haben sie ihr Ziel mehr als erreicht. Sie werden ihre Arbeit weiterführen und „ihre“ Kinder und Familien weiterhin unterstützen. 

Seit dem Herbst ist Aliou der grösste Junge im Kinderhaus. Er schloss vor den Sommerferien die Grundschule mit einer Prüfung ab. Mit grossem Stolz präsentierte er uns seine sehr guten Noten, welche ihn berechtigen ins Gymnasium einzutreten. Wie versprochen schrieben wir ihn in einem Privatgymnasium ein.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image027.jpg" width="640" height="480" width_o="640" height_o="480" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image027_o.jpg" data-mid="5417641"  border="0" align="left"/&#62;

Fatou, ein Mädchen das wir seit der Primarschule betreuen, wird Ende dieses Schuljahres ihr Abitur machen. Auch sie ist seit 2 Jahren an einer Privatschule und da die Beste ihrer Klasse. Schon jetzt träumt sie davon zu studieren und Ingenieurin zu werden. Wir hoffen mit ihr, dass sich dieser Traum verwirklichen lässt!

Da alle unsere Kinder nun öffentliche oder private Schulen besuchen und es immer wieder Meinungsverschiedenheiten mit unserer Hauslehrerin gab, hat sie sich einer neuen Aufgabe zugewandt.
Damit die Kinder trotzdem bei ihren Schularbeiten Unterstützung bekommen, haben wir Serigne Sarr engagiert. Er kommt regelmässig ins Kinderhaus, hilft den Kindern bei den Hausaufgaben oder repetiert mit ihnen, was sie in der Schule gemacht haben. 
Er war bereits im Februar mit der Bitte um Hilfe zu uns gekommen. Seit einem Sturz, kurz vor seiner Maturitätsprüfung, ist er gelähmt und im Rollstuhl. Sein grösster Wunsch, den er uns anvertraute, war ein eigenes Geschäft eröffnen zu können, um damit eine Existenzgrundlage zu haben. Er fragte uns, ob wir ihm dabei nicht finanziell helfen könnten. Wir versprachen unser Möglichstes zu tun.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image029.png" width="640" height="853" width_o="640" height_o="853" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image029_o.png" data-mid="5417678"  border="0" align="left"/&#62;
		
Im  Oktober konnten wir ihm dann das benötigte Geld bringen. Die Spende haben wir auf folgendem Weg bekommen: Jemand, der pensioniert wurde,  sammelte anstelle von Abschiedsgeschenken Geld für unseren Verein. Es schien uns gerecht, dieses Geld für den Einstieg einer Person in die Arbeitswelt einzusetzen. Serigne ist darüber sehr glücklich und dankbar.

Wir hatten im Oktober aber auch noch etwas anderes zu regeln. Moulay und Modou, unsere beiden grossen Jungs, waren im Landwirtschaftsprojekt Kay Dara aufgenommen worden. Jetzt hiess es packen und die beiden an ihren neuen Ausbildungsort bringen. Natürlich gab es am Abend zuvor ein Abschiedsfest im Kinderhaus. Sie durften ihre Freunde einladen und Astou bereitete für etwa 35 Personen ein feines Nachtessen zu. Mit Singen und Tanzen verbrachten wir einen schönen Abend. Auch Stéphane und Yanik waren dabei und feierten mit uns. 
	 
Am nächsten Morgen war dann Abreise. Wir alle begleiteten die Jungs. Nach 2,5 Stunden Fahrt kamen wir in Samba Diaw, wo sich der Ausbildungsort befindet, an.

Gora und Josette, die Projektleiter, empfingen uns. Als erstes bekamen die Jungs ihre Ausrüstung, bestehend aus Gummistiefeln, Hacke und Buschmesser. Dann konnten wir einen Rundgang über das Landwirtschaftsgelände machen und die Terrains besichtigen, welche Modou und Moulay in den nächsten beiden Jahren bearbeiten werden. Da wucherte überall Gras, und die erste Arbeit für die beiden wird hacken und den Boden vorbereiten sein.

Der Tagesablauf in Kay Dara ist äusserst hart:
6 Uhr Aufstehen, Zimmer machen
7 Uhr Sportliches Aufwärmen
7.15 Praktische Arbeit auf den Feldern
9 Uhr  Frühstück
9.30	 Praktische Arbeit auf den Feldern
13 Uhr Mittagessen, Pause, Reinigung der Toiletten
16 Uhr Theorie im Klassenzimmer
17 Uhr Praktische Arbeit auf den Feldern
19 Uhr Nachtessen	
21 Uhr Versammlung, Diskussion, Gesellschaftsspiele
23 Uhr Lichter löschen

Jeden darauffolgenden Morgen haben wir uns gefragt wie es den Beiden wohl geht. Mittlerweile wissen wir, es geht ihnen gut, sie finden ihre Lehre streng aber toll. Wer mehr über das Projekt lesen möchte, findet Informationen unter www.jardins-afrique.com

Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher nach Joal Fadiouth, dem Geburtsort des ersten, senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghor. Wir besichtigten den Ort und den Friedhof, auf dem Christen sowie auch Muslime beerdigt werden.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image033.jpg" width="640" height="480" width_o="640" height_o="480" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/1127360/image033_o.jpg" data-mid="5417745"  border="0" align="left"/&#62;

Nach ereignis- und arbeitsreichen drei Wochen kehrten wir, gesundheitlich etwas angeschlagen aber zufrieden, in die Schweiz zurück.

Sowohl Fabia Meier wie auch Yanik Sousa haben sich bereit erklärt im Vorstand unseres Vereins mitzuarbeiten. Das freut uns sehr und wir werden sie an der GV im März 2011 zur Wahl vorschlagen. 

Ich danke den beiden und natürlich auch Stéphane von ganzem Herzen für ihren grossen Einsatz und ihr Engagement im Senegal.

Ein grosses Danke aber auch an Sie, liebe Spenderinnen und Spender, die Sie uns unermüdlich finanziell unterstützen ! Ohne Ihre Spenden wäre dies alles gar nicht möglich!

Danken möchte ich an dieser Stelle auch den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften der OS in Muri. Mit grossem Einsatz haben sie Weihnachtskarten hergestellt und verkauft. 
Der Erlös von 2668.65 sFr wird Schulkindern im Senegal zugute kommen. So viel Einsatz von jungen Menschen berührt mich sehr!

www.amisdusenegal.ch
Spendenkonto: Raiffeisenbank Möhlin 40-10169-3 CH89 8070 6000 0572 9529 4 Amis du Senegal
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		<title>Kontakt</title>
				
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 20:03:03 +0000</pubDate>

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		<description>Vereinsadresse Schweiz
Verein Amis du Senegal
Lotti Berner
Schützenstrasse 2
4313 Möhlin

co.berner@sunrise.ch
076 331 52 42


Vereinsadresse Senegal
Amadou Kuatè
Maison Amis du Senegal
MBour

Bankverbindung:
Raiffeisenbank Möhlin
Konto 40-10169-3

zu Gunsten von:
amis du senegal
5729 52.94

IBAN
CH898070 6000 0572 9529 4




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		<title>Jahresbericht 2009</title>
				
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 10:15:57 +0000</pubDate>

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Jahresbericht 2009

All die Kinder in der Bildgalerie und noch 35 weitere können dank der Unterstützung von Ihnen, geschätzten Spenderinnen und Spendern, einen Kindergarten oder eine Schule besuchen. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön!

„Geteilte Freude ist doppelte Freude“ sagt ein Sprichwort und ich versichere Ihnen, das ist wirklich so! Wie gross ist doch meine eigene Freude, wenn ich erlebe, wie Kinderaugen leuchten und wie Eltern sich freuen, wenn ihr Kind zur Schule gehen kann, obwohl sie selbst die finanziellen Mittel dazu nicht besitzen.

Sie können sich mitfreuen, denn Sie tragen dazu bei, dass es so sein kann! Ich hoffe, Ihnen mit den Bildern in der Bildgalerie ein wenig von dieser Freude zu vermitteln!

Neben all diesen Kindern für die im Herbst das Schulgeld und Schulmaterial bezahlt werden konnte, sind da ja auch noch die Kinder im Kinderhaus welche
auch mit einem Lachen ihren Dank übermitteln!

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/877903/12_12.jpg" width="640" height="420" width_o="640" height_o="420" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/877903/12_12_o.jpg" data-mid="4200989"  border="0" align="left"/&#62;


Im Kinderhaus gab es im Jahr 2009 Veränderungen.
Unserer Hausmutter N`Deye Bow konnten wir einen lange gehegten Wunsch erfüllen. Sie wollte schon immer eine eigene Boutique betreiben, einen „Kosmetiksalon“. Hier verkauft sie nun Cremes, Parfums, Haarteile und auf Wunsch frisiert sie ihre Kundinnen auch. Gerne haben wir sie für diesen Geschäftsanfang unterstützt, hat sie doch 5 Jahre lang unermüdlich für uns gearbeitet. ES galt also eine neue Hausmutter zu finden. Schon bevor uns N`Deye Bow uns verlassen hat, haben wir einen Ersatz gefunden. Astou ist die neue Hausmutter und sie macht ihre Arbeit sehr gut. Der Wechsel war auch gar kein Problem, da die Kinder Astou bereits kannten. Sie ist eine der Töchter von N`Deye Bow und war bereits für eine Vertretung ihrer Mutter sechs Wochen bei uns im Kinderhaus. Sie ist sehr innovativ. So besitzen wir jetzt einen Internetanschluss im Haus und die zwei Computer, die wir geschenkt bekommen haben, sind geflickt und können benutzt werden. 
Astou hat Baysal mit ins Kinderhaus gebracht. Baysal ist ein behindertes Kind, welches Astou, schon bevor sie bei uns angefangen hat, betreute und pflegte. Baysal hat seit er mit den anderen Kindern im Haus zusammen ist, grosse Fortschritte gemacht und im vergangenen Herbst konnten wir ihn im Kindergarten einschreiben.

Drei der grösseren Kinder haben uns im Verlaufe des Jahres verlassen. Zuerst äusserte Vieux den Wunsch, arbeiten zu wollen. Er hatte seine Freizeit immer gerne in der Motorradwerkstatt von Freunden verbracht. Diese waren bereit ihn aufzunehmen und ihn nach und nach auszubilden. Diese neue Situation erlaubt es auch, dass er wieder bei seiner Mutter wohnen kann. Regelmässig kommt er bei uns vorbei um zu plaudern und zu erzählen wie es ihm geht.

Nach den grossen Ferien konnten auch Fatou und ihr Bruder Médoune bei ihrer Mutter bleiben. Die beiden sind jetzt 14 und 15 Jahre alt und können ihre Mutter unterstützen. Fatou kann weiterhin die Schule besuchen und ihren Abschluss in einem Jahr machen.

Médoune hat keine Lust mehr auf Schule und wird sich wie Vieux einen Ausbildungsplatz suchen. Diese beiden können uns nur per Telefon erzählen, wie es ihnen geht, wohnen sie doch zu weit weg, um einfach schnell vorbeizuschauen, aber im Februar werde ich sie besuchen.

Bereits sind drei neue Kinder bei uns eingezogen. Zwei Knaben und ein Mädchen. Alle drei Kinder haben die Mutter verloren. Die Jungs sind Brüder, das Mädchen kommt aus einer anderen Familie.
Alle drei haben sich schon gut eingelebt.

&#60;img src="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/877903/22.jpg" width="640" height="420" width_o="640" height_o="420" src_o="http://payload.cargocollective.com/1/2/72519/877903/22_o.jpg" data-mid="4201003"  border="0" align="left"/&#62;

Rückblick:
Im Februar stand während unseres Besuchs die „Schulreise“ an. Die Kinder hatten sich gewünscht den Zoo in Dakar zu besuchen. Wie schon im Jahr zuvor
mieteten wir einen Bus, der uns nach Dakar brachte. Mit Hilfe eines Bekannten konnten wir bis vor die Tore des Zoos fahren. Die Kinder waren fasziniert, hatten sie doch noch nie Löwen, Gorillas oder Warzenschweine gesehen. Mit immer neuem Freudengeheul rannten sie von einem Käfig zum andern und staunten. 

Für Claudine Bucher und mich war es eher eine Tortour, sind doch die Tiere auf eine Art eingesperrt, die bei uns zum Glück lange vorbei ist! Gleich neben dem Zoo ist ein Spielplatz, auf dem sich die Kinder mit grosser Freude vergnügten. Wir Erwachsenen liessen die Kinder unter der Aufsicht von Thérèse, unserer Lehrerin, zurück und machten einen Spaziergang durch den angrenzenden Park, eine wunderschöne Anlage!
Nach einem ereignisreichen Tag fuhren wir zufrieden und müde wieder zurück.
Wir freuen uns bereits auf die nächste Schulreise, welche uns voraussichtlich an den Lac Rose führen wird.
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		<title>Jahresbericht 2005</title>
				
		<link>http://www.amisdusenegal.ch/Jahresbericht-2005</link>

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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 02:36:15 +0000</pubDate>

		<dc:creator>amisdusenegal</dc:creator>
		
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Jahresbericht 2005

Das Wichtigste:
Unser Kinderhaus ist in Betrieb.

Aber der Reihe nach:
Im Februar 05 weilte ich in M`Bour. Schon am Tag nach meiner Ankunft konnte ich beim zuständigen Stadtrat für Jugend und Soziales vorsprechen. Monsieur Sy war sehr hilfsbereit und erklärte mir eingehend, was ich für ein Dossier zusammenstellen sollte, um die Anerkennung unseres Vereins im Senegal zu bewirken.

Mit vielen Notizen kehrte ich in mein Hüttchen zurück. Unser Mitarbeiter, Darou Fall, hatte mich begleitet und mit seiner Hilfe stellte ich all die notwendigen Seiten zusammen. Dann hiess es, in die Stadt laufen und einer Schreibstube den Auftrag erteilen alles auf Computer zu schreiben. All diese Floskeln!!! „Je vous prie, Monsieur d`agreer...“ Wie bei uns vor x Jahren. Aber es musste sein.

Am nächsten Tag zurück zu Monsieur Sy. Der brachte natürlich Änderungen an. Also zurück zur Schreibstube. Zum Glück war der Text noch nicht gelöscht und die Änderungen schnell gemacht. Mit unserem Dossier ging`s dann zu Monsieur le Prefecto der besser gesagt ins Vorzimmer...Hier musste ich zuerst einmal erfahren, dass eine amtliche Bestätigung für unseren Verein aus der Schweiz beigelegt werden musste. Was jetzt? Ein Anruf nach Hause zu Mario Strähl, der mir versprach so ein Papier aufzutreiben. Auf der Gemeinde war R. Müller bereit, uns ein solches Dokument auszustellen. Mit einem weiteren Telefon gab ich eine Fax-Nr. bekannt auf welche das Dokumentgefaxt werden konnte... 
Zurück ins Vorzimmer. Meine Fingerabdrücke wurden mit einer Kopie meines Passes, (welcher von der Polizei mit einer Timbre und einem Stempel versehen wurde)dem Dossier beigefügt. Zudem musste ich ein Papier mit meinen Personalien ausfüllen welches auch die Namen meiner Grosseltern forderte. Ich geb`s zu: Bei den Geburtsdaten meiner Grosseltern habe ich geschummelt... Dann konnte ich mich bei Monsieur le Prefect anmelden! Nach zwei Tagen und endlosen Stunden des Wartens hatte er Zeit für uns. Wir konnten ihm unser Dossier übergeben und mit ihm plaudern. Zum Glück war Darou immer dabei, sonst wären mir sicherlich unzählige Verhaltensfehler unterlaufen. Danach hiess es warten. Monsieur le Prefect hatte uns versprochen, binnen einer Woche könnten wir das Dossier wieder abholen. In der Zwischenzeit führte ich Gespräche mit unserer zukünftigen Hausmutter. Unser Haus war bereit und sie erklärte sich einverstanden damit, bereits jetzt ein zuziehen. Zuerst musste allerdings noch der ganze Unrat, der von den Handwerkern liegen geblieben war weg geräumt werden. In zwei Tagen war das Haus bezugsbereit und die Familie Bow zog um. 

Das macht man im Senegal in der Nacht, da die Habseligkeiten auf einen offenen Pritschenwagen geladen werden, soll niemand sehen, was man alles besitzt. Man muss aber wissen, dass es in M`Bour nachts wirklich dunkel ist, weit und breit keine Strassenlampen. Als ich am nächsten Tag vorbeischaute, waren alle recht erschöpft, aber schon fertig eingerichtet. 

Tatsächlich erhielten wir unser Dossier sechs Tagespäter zurück, begleitet von einem wunderschönen Brief der Präfektur. Jetzt ging es damit weiter zur Polizei, denn auch dort musste es geprüft werden, bevor es dann in den Bezirkshauport Thiès weitergeleitet werden konnte. Am Tag vor meiner Abreise war auch dies erledigt. In der Zwischenzeit hatte ich Kontakt zu einer andern Schweizer Hilfsorganisation geknüpft: Les Sentinels. Sie kümmern sich um die Kinder blinder Eltern. Indem sie die Eltern unterstützen haben deren Kinder Zeit für den Schulbesuch. Wir konnten an Teamsitzungen teilnehmen, ich wurde in mancher Hinsicht hervorragend beraten. Sie versprachen auch, uns in den Anfängen zu unterstützen und den Weg unseres Dossiers weiter zu begleiten, denn dieses muss zu guter Letzt in Dakar vom Innenministerium begutachtet werden. Als ich mich über diese endlosen Wege der Bürokratie beklagte, erklärten sie mir, dass das sehr wichtig sei, da in der Vergangenheit Kinder verschwunden seien, weil so genannte  „Organisationen“ zu wenig genau geprüft worden seien. 

Sie sagten mir auch, dass bis zur endgültigen Prüfung unseres Dossiers sicherlich drei Monate verstreichen würden. Ich war sehr froh über diese Leute, die schon über viel Erfahrung verfügen, läuft doch ihr Projekt schon seit Jahren. Wir vereinbarten, dass Darou den Kontakt mit ihnen aufrecht erhalten würde. Jetzt hiess es also abwarten und Geduld haben. 

Ich hatte mir vorgenommen, ein Konto für den Verein zu eröffnen. Die einzige internationale Bank vor Ort ist die BICIS. Also sprach ich da vor um mich zu erkundigen. Ich staunte nicht schlecht, als man mir erklärte, als Erstes müsse ich eine bezahlte Strom und Wasserrechnung – nicht älter als 3 Monate präsentieren. Zudem würde ich eine Wohnbestätigung und eine Postfachadresse benötigen. Amadou Kouaté, ein langjähriger Freund und Mitinitiator des Projekts, konnte mir weiterhelfen. Er gab mir die notwendigen Zahlungsbelege und besorgte mir beim Quartierchef eine Wohnbestätigung.

Beziehungen sind etwas sehr sehr Wichtiges!!! Mit allem ausgerüstet, marschierte ich wieder durch den Sand. Zwei Schritte vorwärts, einen halben Schritt zurück. Bei der Bank angelangt, legte ich die Dokumente vor. Natürlich hatte ich geglaubt, jetzt werde das Konto eröffnet, aber weit gefehlt. Die Dame am Schalter wollte meinen Pass, machte davon eine Kopie und sagte mir, ich solle diese Kopie auf der Polizei bestätigen lassen. Ich begriff gar nichts: Da stand ich, persönlich, mit meinem Pass im Original und sollte mir eine Kopie davon... 

Mir platzte der Kragen und ich sagte ihr, dass ich das völlig unnötig fände. Sie schaute mich an und entgegnete kühl: „ Na dann, also kein Konto!“ Geschlagen zog ich ab in Richtung Polizei. Zum Glück wartete Darou auf mich, denn auf den Polizeiposten gehe ich nicht gerne allein. Wir mussten eine Timbre holen (kostet natürlich) und dann von der richtigen Person den Stempel ( kostet natürlich auch!) Und wieder zurück zur Bank. Diesmal nahm die Dame alle Papiere mit einem sauren Lächeln entgegen und hiess mich warten. Ich wartete 2 volle Stunden und erst als die Bank schon von innen verschlossen wurde, rief man mich zum Direktor. Dort konnte ich mein Anliegen, weshalb ich denn ein Konto eröffnen wolle, darlegen. Er hörte zu und entliess mich durch den Hinterausgang, vorne war ja schon geschlossen. Ich solle morgen wiederkommen. Auf dem Rückweg dachte ich an die angenehme Bedienung auf unserer Raiffeisenbank, an die Beratung und die Freundlichkeit... Wie sind wohl unsere Bankleute gegenüber Ausländern?

Am nächsten Tag also wieder hoch zur Bank. Mich in die Reihe stellen, warten, fragen... ... Die Dame von gestern erschien und holte mich. Jetzt musste ich Papiere ausfüllen und dann mein Geld hinlegen. Endlich!!! Ich besass also jetzt ein Konto in M`Bour, es lautet aber auf meinen, nicht auf den Namen des Vereins, da dies also gar nicht geht, ohne dass nicht der gesamte Vorstand mit beglaubigten Papieren vor Ort am Schalter steht. Geschafft! Ich bekam eine Karte mit der Kontonummer und wollte sofort ein Checkheft bestellen. Das brauche aber Zeit, ich solle in 3 Wochen wiederkommen. Also warten bis zum nächsten Mal. Denn meine Ferien waren zu Ende und morgen hiess es bereits abreisen.  Ich begriff, weshalb es genügt in einem Einzugsgebiet mit etwa 500000 Menschen eine einzige internationale Bank zu haben. Von den Senegalesen können sowieso die wenigsten eine Wasserrechnung vorlegen, da das Wasser nicht aus der Röhre kommt und dort, wo man es holt, bar bezahlt wird. So flog ich mit vielen Eindrücken und gemischten Gefühlen nach Hause.

Im September reiste Melanie, welche ihr Studium für ein Semester unterbrochen hat, in den Senegal. Sie wollte für unser Projekt arbeiten und es vorantreiben, denn trotz regelmässigen Anrufen und ständigem Nachfragen hatten wir noch immer keine Bewilligung. Sie nahm gleich zu Beginn Kontakt zu den Leuten von Sentinel auf und man versprach ihr, bei nächster Gelegenheit in Dakar nach unserem Dossier zu fragen. Tatsächlich kam kurze Zeit später der Bescheid, unsere Annerkennung liege vor, Darou könne das Dokument in Dakar abholen. Dabei stellte sich heraus, dass die Bewilligung schon im Juni erteilt worden war. Da aber der zuständige Beamte gewechselt hatte, wurden wir nicht benachrichtigt. Jetzt hielt Melanie also endlich die Annerkennung als NGO in Händen. Sentinel fragte an, ob wir zwei Kinder aufnehmen könnten. Zusammen mit Darou führte Melanie die Gespräche, sah sich die Kinder an und so kam es, dass die ersten Kinder in unser Haus einzogen. Durch Sentinels lernte sie auch eine junge Lehrerin kennen, die bereit war, bei uns zu arbeiten und Alphabetisierungskurse zu erteilen. Neue Anfragen für die Aufnahme von Kindern erfolgten. Wir brauchten Kinderkleider, denn diese Kinder besassen nur, was sie auf dem Leib trugen. Jedes der aufgenommenen Kinder war krank und benötigte diverse Medikamente. Für das alles brauchte Melanie natürlich auch Geld. Obwohl ich ihr eine schriftliche Vollmacht und die Karte für das Konto mitgegeben hatte, konnte sie kein Geld abheben. Meine Unterschrift musste in der Schweiz amtlich beglaubigt und die Vollmacht dann direkt an die Bank gesandt werden. In Möhlin, auf der Gemeinde, wurde der Brief gestempelt und er kam sogar tatsächlich an. So konnte sie nun endlich Geld abheben, um die notwendigen Dinge zu besorgen.

Sie fuhr mit unserer Hausmutter auf den Markt, um die nötigen Töpfe und Platten zu kaufen. Für die grossen Kochtöpfe kauft man Aluminium, bringt es in die Giesserei und dort werden die Töpfe dann fabriziert.

Auch wurden Schulbänke und Kästen beim Schreiner bestellt. Zusammen mit der Lehrerin kaufte Melanie Hefte, Tafeln und Kreide. Als Wandtafel dient eine Holztafel, welche schwarz bemalt ist. Die Kinder schreiben im Moment noch auf kleine Tafeln, die aber längst nicht so feudal sind wie unsere Jasstafel. Wie die Wandtafel sind sie schwarz bemalt. Inzwischen waren acht Kinder aufgenommen worden. Ich reiste an Heiligabend in den Senegal. Die Wiedersehensfreude war gross und am Weihnachtstag feierten wir alle zusammen mit einem guten Nachtessen.

Die Kinder hatten sich bereits gut eingelebt und wir verbrachten viel Zeit miteinander. Dass alles schon so gut angelaufen ist verdanken wir allen, die uns in den vergangenen zwei Jahren finanziell unterstützten und damit dieses Projekt erst ermöglicht haben! MERCI

Melanie mit der kleinen Aminata, welche am ganzen Körper einen Pilzausschlag hatte, der aber erfolgreich behandelt werden konnte. Die Mutter der Kleinen bringt uns das Wasser, auch sie musste behandelt werden. Jetzt lernt sie bei uns, wie sie die Kleine sauber halten muss, damit die Pilzerkrankung auch wirklich dauerhaft gebannt ist. 

Chronologie
Immer wieder, wenn ich im Senegal weilte, schien mir, irgendetwas sollte man tun können, um an einem kleinen Ort auf bescheidene Weise die Situation der Kinder oder bedürftigen Familien zu verbessern. In vielen Gesprächen reifte die Idee eines Kinderhauses.

November 2002
Ich meldete mich für den Projektkurs an der FHA Aarau an, um während der Projektphase Zeit für Abklärungen zu finden.

Februar 2003
Reise in den Senegal. Gespräche mit Personen, welche mir geeignet schienen, im Kinderhaus mitzuhelfen. Suchen eines Hauses das für unser Projekt zu mieten wäre.

Sommer 2003 bis Januar 2004
Projektkurs
Ich frage M.Strähl, E.Rickenbach und C.Bucher an, ob sie allenfalls im Vorstand des zu gründenden Vereins mitarbeiten würden. Alle sagen mir ihre Mithilfe zu. Georges Brogle (Rumänienhilfe) erzählt mir einen Abend lang, wie er seine Arbeit gestartet hat. Das ist mir eine grosse Hilfe. Die Vereinsstatuten entstehen.

Oktober 2003  
Reise in den Senegal. Ich erhalte von Amadou Kouatedas Angebot, ein Haus zu günstigen Konditionen zu mieten. Es müsste im Innenausbau noch fertig gestellt werden. N`Deybow sichert mir ihre Mitarbeit als Hausmutter zu. Ich führe auch Gespräche mit einem pensionierten Lehrer und organisiere die notwendigen Arbeiten am Haus.

17.Dezember 2003
VEREINSGRÜNDUNG, Mitglieder werben, Geld suchen. Viele der Briefe führen zu Mitgliedschaften oder Spendengeldern. Auch der Gemeinnützige Frauenverein Möhlin unterstützt uns mit 5000.- Fr. Ein halbes Jahr nach der Gründung hat unser Verein bereits hundert Mitglieder.

2004
Wir nehmen Kontakt mit les Sentinels auf, einer andern Schweizer Organisation, die in M´Bour tätig ist. Mario Strähl und Melanie fahren nach Lausanne zu Gesprächen mit dem Präsidenten der Organisation. Er verspricht, uns zu unterstützen und seine Leute vor Ort zu informieren.

Februar 2004
Reise in den Senegal. Ich organisiere die Arbeiten am Haus. Amadou hilft mir mit den Handwerkern und den Preisen. September 2004 Melanie reist in den Senegal. Die Arbeiten sind fertig. Das Haus ist bereit.

Februar 2005
Reise ins den Senegal. Unsere zukünftige Hausmutter zieht bereits ins fertig gestellte Haus ein. Kontakte mit les Sentineles knüpfen, Dossier erstellen, beim Stadtrat und der Polizei die zuständigen Personen kontaktieren.

Februar 2005 :Erste GV
September 2005 bis Februar 2006
Melanie begleitet im Senegal die Eröffnung des Hauses und die Arbeiten vor Ort. Viel Organisatorisches ist zu erledigen. Büro einrichten.

Weihnachten 2005
Ich besuche Melanie und lerne die Kinder kennen. 8. März 2006 Zweite GV im Restaurant Bahnhöfli, Möhlin

Allen, die durch ihre Unterstützung und Mitarbeit dieses Projekt ermöglichen ein herzliches DANKESCHÖN!
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		<title>Jahresbericht 2006</title>
				
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 02:15:14 +0000</pubDate>

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Jahresbericht 2006
Ein Jahr Kinderhaus

Unser Projekt ist noch sehr jung, aber wir sind stolzauf unseren ersten „ Geburtstag“! Am 15. Februar war es soweit: Meine Tochter Melaniekehrte nach fünfeinhalb Monaten Senegal zurück in dieSchweiz. Jetzt musste sich zeigen, ob der Betrieb imKinderhaus auch ohne unsere Präsenz funktionieren würde. Ich nehms vorweg: es läuft gut und wir sind sehrzufrieden. 
Durch regelmässige Telefonate erfuhr ich immer wieder, was sich im Haus abspielte, wie sich der Alltaggestaltete.Badou, der älteste der aufgenommenen Jungs, hatte nach der Abreise von Melanie Mühe, die Hausregelneinzuhalten. Mehrmals verschwand er und wurde dann von Darou, unserem Mitarbeiter, und N`Dey, derHausmutter, gesucht. Auch in der Klasse bereitete ergrosse Probleme. Nach mehreren Gesprächen undChancen mussten wir ihm sagen, dass er nicht bleiben könne, wenn er sich nicht an die Regeln halte. Als er das nächste Mal verschwand, wurde er nicht mehr gesucht. 
Schliesslich kam er zurück und erzählte, er habe Arbeit in einer Bäckerei bekommen. Er verliess unser Kinderhaus. Das war für die übrigen Kinder, sowie die Betreuungspersonen, eine grosse Erleichterung, hatte er doch mit seinen Eskapaden immer alle in Angst und Schrecken versetzt. Ab und zu kommt er zu Besuch und erzählt, wie es ihm geht. 

Im Monat März verbrachten Danièle und Judith, zwei Schweizerinnen, 5 Wochen im Kinderhaus. Sie absolvierten ein Praktikum im Zusammenhang mit ihrer Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule in Zürich. Mit viel Engagement arbeiteten sie in der Schule und in der Freizeitgestaltung der Kinder mit. An dieser Stelle sei ihnen noch einmal ganz herzlich gedankt! 
Nicht nur war es für uns eine grosse Hilfe, auch für Judith und Danièle war es, ihrem Bericht nach zuurteilen, eine tolle Erfahrung! 

Im April reiste ich in Begleitung von Claudine Bucher (Vorstandsmitglied) in den Senegal. Im Gepäck hatten wir Vitamine für die Kinder, welche uns von der Firma DSM grosszügig zur Verfügung gestellt wurden. Damit konnten wir 18 Kindern während drei Monaten täglich ein Multivitamin abgeben. Neben den Kindern im Haus nahmen wir auch Nachbarskinder ins Vitaminprogramm auf. Alle Kinder wurden von Tapa Ndiaye, der Hebamme, untersucht, gemessen und gewogen. Sie war bereit, für die Dauer des Projekts die Kinder weiter zu betreuen und abschliessend einen Bericht zu schreiben. 

Es zeigte sich, dass die Kinder an Gewicht zunahmen und weniger anfällig gegenüber Infekten waren. Auch die Hautausschläge, welche bei drei Kindern immer noch nicht ausgeheilt waren, verschwanden. Tapa machte mich darauf aufmerksam, dass die Kinder geimpft werden sollten. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Mehrfachimpfstoff gegen Masern, Kinderlähmung Diphterie u.a. Zusammen mit Darou gelang es, nach einigen Tagen im Impfzentrum jemanden zu finden, der uns das Pentavalan aus Dakar bringen konnte. Es wurde auf Eis geliefert und musste gleichentags verbraucht werden. Wieder kam Tapa zum Einsatz. In der Zwischenzeit ist die Impfaktion, welche noch zweimal wiederholt werden musste, abgeschlossen. 

Kady, die Frau die uns Wasser trägt, brachte eine junge Frau mit deren Bébé zu uns. Das Kind reagierte mit seinen Augen überhaupt nicht auf Bewegungen und war auch sonst ziemlich apathisch. Wir vereinbarten einen Termin mit ihr, damit N`Dey sie ins Spitalbegleiten konnte. Wir kamen für die Untersuchung und die notwendigen Medikamente auf. Das Kind musste ins„Centre des aveugles“ gebracht werden, da offensichtlich mit seinen Augen etwas nicht stimmte. Zusammen mit Claudine besuchte ich das Hüttendorf, in dem wir vor der Regenzeit eine Hütte neu eindecken liessen.

So gingen diese zwei Wochen sehr schnell vorbei und schon bald hiess es Abschied nehmen und heimreisen. Vor unserer Abreise informierte ich mich noch über die für Knaben üblichen Initiationsriten. Normalerweise finden diese im Alter ab fünf statt. Drei unserer Knaben hatten ihre Initiation aber noch nicht, da das Geld dazu fehlte. Sie wünschten sich aber sehr, endlich auch „dazu zu gehören“. Amadou, seit Anbeginn des Projekts unser Ratgeber und Helfer, (er wohnt und arbeitet in der CH, verbringt aber jedes Jahr auch viel Zeit in seiner Heimat) erzählte mir von den verschiedenen Möglichkeiten und gab mir den Rat eine möglichst einfache Variante zu wählen. Das Ganze fand dann Ende August statt. Darou betreute dabei die Kinder, N`Dey organisierte das Fest. Zum Abschluss gab es also ein Fest, zu dem auch Angehörige eingeladen wurden. Auf die Bitte unserer Hausmutter übernahmen wir auch die Kosten für zwei Nachbarskinder. Die Knaben tragen während dieser Zeit ein spezielles Sackgewand, welches sie erst zum Festtage ablegen dürfen. Am Vorabend des Festes gibt es ein spezielles Essen und anschliessend Gesänge und Tänze. 
Bereits im Oktober bin ich wieder im Senegal. Jetzt ist die Zeit des Schulbeginns. Verschiedene Kindermüssen eingeschrieben, Schulmaterial muss eingekauft, auch für unsere Hausschule muss Material beschafft werden. 

Am Dienstagmorgen aber scheint die Zeit stillzustehen. Als ich ins Kinderhaus komme finde ich alle weinend. In der Nacht ist Klein-Loty an Malaria gestorben. 

Wie ein kleiner Vogel Auf und davon Mitten in der Nacht. 

Flieg kleiner Vogel Flieg, auf dass der Himmel sich öffne für dich Klein-Loty! 

Völlig betäubt verrichte ich meine Arbeit. N`Dey ist noch in der Nacht abgereist, um ihrer Tochter, der Mutter von Loty, beizustehen. Ich fahre am Mittwoch zu ihr. Alle sind sehr traurig. In mir regt sich neben der Trauer eine grosse Wut und immer wieder die Frage: Warum? In diesen Tagen wird mir auch bewusst, dass ich dringend eine zweite Hausmutter brauche. Nach intensiven Gesprächen mit Amadou, die mich zum Glück etwas ablenken, finden wir eine Lösung. NDey Fay, die bis anhin bei ihm gearbeitet hat, ist bereit, zusammen mit N`Dey als Hausmutter zuarbeiten. So ist gewährleistet, dass immer eine Hausmutter anwesend ist, egal, was passiert. 

Das erfordert aber einige Umstellungen, denn nicht alle können im Haus wohnen. Wir einigen uns darauf, dass die neue Hausmutter zusammen mit ihrem Mann ins Haus einzieht, für N`Dey mit ihrer Familie miete ich eine neue Unterkunft. Sie kommt jetzt am Morgen und ist bis abends im Haus. NDey Fay wohnt zusammen mit ihrem Mann Pirago im Kinderhaus. Pirago übernimmt das Amt des Nachtwächters und Hausvaters. 

Unsere bisherige Haushalthilfe, Arame, ist schwanger und möchte ihre Arbeit aufgeben, da sie schon drei Aborte hatte. Sie sollte möglichst viel liegen. NDey hat bereits ein junges Mädchen gefunden, das die Stelle von Arame gerne übernimmt. Wir nehmen in dieser Zeit aber auch neue Kinder auf. Die Gespräche hat Darou geführt. Er fährt mich überall hin, damit ich die Umstände, in denen die Kinder leben, kennen lerne. Darou hat die Situationen gut eingeschätzt und im Laufe der Woche ziehen vier Kinder neu bei uns ein.
Vieux habe ich noch nichtvorgestellt, er ist aber bereits seit Februar bei uns. Leider fehlt ein Foto von Dédoune, er ist der Bruder von Fatou. Die Kinder werden von allen im Haus herzlich aufgenommen und fühlen sich schnell wohl. Die letzten zwei Tage meines Aufenthalts geniesse ich zusammen mit ihnen am Strand und beim Spielen. In der Nacht meiner Abreise zieht ein starkes Gewitter vom Meer her auf. Es blitzt, kracht und regnet in Strömen. Der Strom fällt aus und ich suche meine letzten Sachen mit der Taschenlampe zusammen. Letzte Umarmungen, gute Wünsche und in der Dunkelheit weiss man nicht so genau, ob die Gesichter vom Regen oder von Tränen nass sind. Dann geht die Fahrt durch Nacht, Regen und riesige Pfützen zum Flughafen.

Einige Zahlen
Unsere monatlichen Fixkosten belaufen sich zur zeit auf 2000.-Fr. Darin enthalten sind Löhne, Hausmiete, Verpflegung für Kinder und Erwachsene im Haus, Elektrizität und Wasser. 
Dazu kommen Gesundheitskosten, direkte Hilfe wie das Decken der Hütten oder Grundnahrungsmittel für Bedürftige, Schulkosten und Schulmaterial. Pro Jahr wenden wir dafür etwa 5000.- Fr. auf. 
Ein herzliches Dankeschön an all unsere Mitglieder und die Spender und Spenderinnen, welche uns durch grössere Spenden diese Arbeit ermöglichen.
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		<title>Jahresbericht 2008</title>
				
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 01:54:49 +0000</pubDate>

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Jahresbericht 2008

Schon schreibe ich also den 4. Jahresbericht. Was natürlich auch heisst, dass unser Kinderhaus bereits fünf Jahre in Betrieb ist. Unglaublich, wirklich! Ich möchte mich bei all den Menschen, die unsere Arbeit begleiten und unser Projekt immer wieder unterstützen, aber natürlich auch bei allen Vereinsmitgliedern, die ja die Hauptträger unserer Finanzen sind, von ganzem Herzen bedanken. Ohne all die vielen, grosszügigen Zuwendungen wäre ja das Ganze gar nicht machbar! 
Ich will versuchen euch einen Einblick zu geben, euch zu erzählen, was mit all dem gespendeten Geld geschieht:

Im Februar und im Oktober des vergangenen Jahres war ich wieder zu Besuch im Senegal. Im Februar hat mich bereits zum dritten Mal Claudine Bucher begleitet, im Herbst war Yolanda Hassler mit von der Partie. Es ist schön wenn jemand mitkommt und die Arbeit vor Ort mit einem gemeinsam in Angriff nimmt. Wer immer von euch Interesse daran hat einmal mit zu kommen, der sei herzlich Willkommen!

Aufenthalt im Februar 2008
Unsere Jungs äusserten den Wunsch eigene Hühner zu halten und nach eingehender Diskussion stimmten alle im Haus diesem Wunsch zu. Das hiess natürlich einen Stall bauen zu lassen und Küken zu kaufen. Der Stall war drei Tage nach erteiltem Auftrag bereits fertig.
War das eine Freude, als wir mit den Jungs zum Tierarzt fuhren um Küken auszulesen und zu kaufen. Bis jetzt gedeiht das Projekt prächtig und Yolanda und ich kamen im Herbst in den Genuss von eigenem Hühnerfleisch verarbeitet zu einem köstlichen Essen!

Von Januar bis April 08 arbeitete eine junge Schweizerin, Salka Bucher, im Kinderhaus mit. Ihre Idee war es, eine Schulreise zu machen. Nach eingehender Beratung entschieden wir uns nach Dakar und dann auf die Ile de Goré zu fahren. Zum Lunch kochten unsere beiden Hausmütter ein Couscous. Die Platten wurden in Tücher eingeschlagen und später auf dem Kopf durch den Hafen Dakars getragen.

Unser Nachbar war bereit uns mit dem Bus nach Dakar und zurück zu fahren. Es war ein tolles Ereignis und für die Kinder unvergesslich. Einige unter ihnen waren zum ersten Mal so weit und lange unterwegs. Der kleine Isma weinte im Bus fürchterlich und war nicht zu beruhigen. Endlich konnte er den Grund seines Kummers dann doch noch sagen: er hatte Angst, es könnte dort Löwen haben. Getrost konnten wir ihn beruhigen. Es war ein anstrengender aber wunderschöner Tag und wir entschieden sofort, auch nächstes Jahr eine solche Reise zu machen.

Aufenthalt im Oktober 08
Yolanda Hassler, eine Arbeitskollegin, begleitete mich auf der Reise im Oktober. Auf ihre Anfrage ob sie denn Regensachen mitnehmen müsse, verneinte ich grosszügig und erklärte ihr, dass die Regenzeit dann vorbei sei. Weit gefehlt, der Klimawandel macht sich auch im Senegal bemerkbar. So sieht es nach einem Regen in der Stadt aus:
Es war aber nicht weiter schlimm dass wir nass wurden, denn der Regen war wunderbar warm.

Auch wir machten einen Ausflug, gemeinsam mit Darou und den grossen Jungs aus dem Kinderhaus. Wir wollten uns ein Projekt ansehen: „Kaydara“ Kaydara hat zum Ziel junge Leute in der Landwirtschaft
auszubilden und so der Landflucht und der Emigration etwas entgegen zu setzen. 

Ich hatte den Projektleiter Gora Ndiaye über Amadou Kouaté kennen gelernt und am letzten Tag vor unserer Abreise konnten wir das Projekt besuchen. Es war sehr beeindruckend! Jeder Schüler erhält ein Stück Land auf dem er praktisch umsetzen kann, was er theoretisch lernt. Die erwirtschafteten Produkte werden in en Dörfern der Umgebung verkauf, die Einnahmen gehen auf ein Konto des Schülers und werden nach 2 Jahren Ausbildung sein Startkapital sein. Es wird Mais und Gemüse gepflanzt, aber auch Fruchtbäume und Kokospalmen werden gezogen und verkauft. Neben jedem Terrain wurde als erstes ein Brunnen gegraben. Der jeweilige Schüler ist selbst für die Pflege, die Bewässerung und die Ernte zuständig. So werden in den 2 Jahren der Ausbildung wertvolle Erfahrungen gesammelt. Auch die Tierhaltung wird gelehrt, so hat es Ziegen, Kaninchen und Hühner welche grossgezogen und dann verkauft werden.
Wir waren total begeistert und hoffen natürlich, dass wir einen oder zwei unserer Jungs dort plazieren könnten.

Auf dem Rückweg besuchten wir mit den Kindern noch den heiligen Baobab und den Geburtsort des ersten senegalesischen Staatspräsidenten Léopold Sédar Senghor. Es war ein wunderschöner Tag, aber leider auch schon der letzte unseres Aufenthalts.

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		<title>Jahresbericht 2007</title>
				
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 01:28:07 +0000</pubDate>

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Link to PDF

Bericht aus dem Senegal Herbst 07

Am 29. September fliege ich über Madrid nach Dakar. Endlich! Es scheint mir schon so lange her seit dem letzten Mal! 
Pünktlich lande ich und auch die Autofahrt nach Mbour verläuft ohne grosse Zwischenfälle.

Als ich endlich da bin ist Samstagnacht, ich richte mein Bett ein und schlafe beim Rauschen des Meeres sofort ein.

Am Sonntagmorgen zum Frühstück kommt Ulay, meine erste Micro-Kredit-Frau. Voller Freude begrüssen wir uns. Im Februar habe ich ihr auf ihren Wunsch hin 200 sFr. gegeben. Ihre Idee war einen kleinen Handel zu beginnen. „ un petit commerce“...
Sie setzt sich und beginnt sofort die mitgebracht Tasche auszupacken. Kleider, aber auch Schuhe, kleine Taschen, sogar Stoffblumen in kleinen Töpfen......

Alles Dine, die sie in Dakar eingekauft hat ( wo es billiger ist ) um sie hier im Quartier zu verkaufen.
Sie zeigt mir das Bankbüchlein. Bereits sind neben dem Startkapital weitere 50sFr dazugekommen. Ich freue mich mit ihr über den Erfolg!

Nach dem Frühstück geht’s auf zum Kinderhaus. Auch hier warten bereits alle. Ist das eine Freude! Alle sind gesund und munter. Sofort werde ich zum Eile mit Weile spielen eingeladen. Das ist im Moment der grosse Hit.

Eine Frau mit ihrer Tochter kommt derweil wir spielen ins Haus. Das Mädchen hat einen Eiterabszess am Ohr. Ich schau es mir an und gebe ihr das Geld um am nächsten Tag zum Arzt zu gehen. Sie wird dann mit dem Rezept wieder vorbei kommen.
Sie erzählt, dass sie Alleinerziehend sei, mit der Miete vier Monate im Rückstand, da sie einfach nicht genug Geld verdiene. Zudem steht das neue Schuljahr mit seinen Gebühren an. Ich verspreche ihr, mir bis zum nächsten Tag Gedanken zu machen.
 
Schliesslich vereinbaren wir, dass ich das Schulgeld für ihre Tochter bezahle, der Junge kommt mit unseren Kindern im Haus zur Schule, da er mit seinem Zeugnis nicht weiter in die öffentliche Schule gehen kann. Natürlich möchte ich auch ins Hüttenquartier fahren um die Grossmutter von Moulay zu begrüssen. Wir haben ihr Geld gegeben, damit sie die Wände ihrer Hütte aus Stein machen kann. Das macht Sinn, denn jedes Mal wenn ich dort bin bete ich dass kein Feuer ausbricht. Die Leute kochen hier auf offenem Feuer oder mit Gasflaschen. Die Hütten sind oft aus Karton oder Stroh, die Dächer der Hütten ebenfalls und alles steht sehr eng...

Die Hütte ist fertig gebaut, zwei voneinander getrennt Zimmer sind jetzt aus Stein und mit Wellblech gedeckt, so dass im Fall eines Feuers nicht alles in Rauch aufgehen wird. Unter dem Wellblech ist es zwar heiss, aber das ist es auch draussen. Dafür ist das Blech dicht und muss nicht so schnell gewechselt werden wie ein Strodach.

Natürlich müssen auch unsere Kinder neu im Kindergarten und der Schule eingeschrieben werden. Wie fahren also an einem der nächsten Tage zu Kumba Diop, der Leiterin des Kindergartens, den Amsatou, Isma, Cherif und Benben besuchen. Für Benben wird es das letzte Jahr sein, im nächsten Jahr wird sie eingeschult. Kumba ist mit den Kindern sehr zufrieden und erzählt wie sehr sie sich über die Entwicklung Amsatous freut. Das tu ich auch! Ist doch die kleine ein fröhliches Kind geworden. Sie hat alle unkoordinierten Zuckungen verloren, spricht ohne zu stottern und lacht viel. Noch immer ist sie aber eines der Kinder, die schnell krank werden, aber sonst in ihrer Entwicklung so wie es sein sollte.

Ngone, für die wir letztes Jahr auch den Kindergarten bezahlt haben kommt jetzt in die Schule. Kumba rät uns, sie in einer Schule mit der sie engen Kontakt hat einzuschreiben. Das machen wir auch. Sie freut sich sehr auf die Schule, so wie eben die Kinder bei uns auch!

So vergehen die Tage schnell und immer gibt es etwas zu erledigen. Ndey Bow macht auch noch den Monatseinkauf. Oel, Zwiebeln, Reis, Tomatenpüree, Seife, Waschmittel.... einfach alles was nicht frisch für die Küche täglich gekauft werden muss. Die Preise der Lebensmittel sind gegenüber vom letzten Jahr gestiegen, auch der Strom ist teurer geworden, wird er doch vornehmlich mit Dieselgeneratoren hergestellt.
An einem der nächsten Tage sitzt eine Frau mit ihrem 4-jährigen Jungen da, als ich ins Haus komme. Sie erzählt, dass im Januar! Das T-Shirt des Kindes Feuer gefangen hat. Sein Oberkörper, sowie die beiden Arme und die Oberschenkel wurden schwer verbrannt. Der Kleine wurde schliesslich nach Dakar ins Spital verlegt, da man vor Ort nicht helfen konnte. Der linke Arm und die Oberschenkel sind gut abgeheilt, der Rest aber gar nicht. Alles ist eingebunden und der Verband ist sicher älter als eine Woche. Sie bittet um Hilfe, weil sie einfach das Geld nicht hat. Weder für die Pflege der Wunden noch für die dauernden Reisen nach Dakar. Ich vereinbare mit ihr, dass ich sie und ihr Kind am nächsten Tag hier in Mbour zu einem Kinderarzt bringen werde, der Die Pflege vielleicht übernehmen kann.

Wir fahren also am nächsten Tag zu Dr.Diouf. Das Wartezimmer ist voll und wir müssen zwei Stunden Geduld haben bevor wir an der Reihe sind. Dr. Diouf ist bereit die Versorgung des Jungen zu machen. Er schreibt mir ein Rezept für Verbandsmaterial das ich sofort hole. Als ich zurück bin, werden dem kleinen Samba die Verbände abgenommen. Es ist grauenvoll! Die Brust und auch die rechte Hand sind noch vollkommen offen, nacktes Fleisch! Der Junge leidet unglaubliche Schmerzen wärend der ganzen Prozedur. Der Arzt sagt, dass er jeden zweiten Tag frisch verbunden werden muss. Er schreibt ein weiteres Rezept für Antibiotika und Aufbaupräparate, denn Samba ist sehr mager. Er erklärt sich bereit, die Pflege für einen reduzierten Preis zu übernehmen. Eindringlich erklärt er der Mutter, dass der Junge täglich Milch, aber auch Früchte essen sollte, da bei Mangelernährung die Heilung schlecht vorwärts gehe.
Nachdem wir die Praxis endlich verlassen können, bin ich total nass geschwitzt.

Nicht nur weil es heiss ist, ich weiss, dass ich sicher kein weiteres Mal mitgehen werde wenn die Verbände neu gemacht werden. Ich kaufe der Mutter noch weiteres Verbandmaterial, denn das muss sie immer mitbringen. Dieses Spezialmaterial ist auch hier sehr teuer.
Zur Zeit ist noch die Zeit des Ramadans, aber bald ist er zu Ende. Das heisst auch, neue Kleider, neue Schuhe und eine neue Frisur. So wird im Haus gezöpfelt was das Zeug hält, alle Mädchen bekommen eine schöne Frisur, den Jungs wird der Kopf rasiert, mit einer Rasierklinge, die NDey, unsere Hausmuutter einfach so in der Hand hält.

Corité abreisen. 
Bevor es aber soweit ist, wartet am Morgen als ich komme wieder eine Frau auf mich. Sie übergibt mir die Geburtsurkunden von drei Kindern, die sie gerne zu uns bringen möchte. Es sind die Kinder ihrer Schwester, die zusammen mit ihrem Mann vor 2 Jahren beim Fährunglück ums Leben kam. Sie erzählt, dass sie die Kinder zu sich geholt hat nach dem Unglück, dass aber das Geld nun nicht mehr ausreicht. Wir vereinbaren, dass wir bei ihr vorbeikommen zu einem Gespräch.
Dieses Versprechen lösen wir am nächsten Tag ein. Nach einem längeren Gespräch einigen wir uns darauf, dass wir die Schulkosten für die drei Kinder übernehmen, sie sich im Haus meldet sollte eines der Kinder krank sein, die Kinder aber bei ihr bleiben. Sie ist damit einverstanden und auch ihr Mann ist glücklich über die Lösung. Eins um andere Mal bedankt er sich. 
Sicher, die Wohnverhältnisse sind eng, aber die Kinder sind dort so gut aufgehoben, dass ich es viel besser finde die Familie zu unterstützen als die Kinder bei uns aufzunehmen.

Der Tag des Abschieds naht und ich will die Kinder alle in ihren Festkleidern fotographieren. Also machen sich alle bereit Schigg sehen sie aus! Auch für das Essen wurde schon eingekauft und als ich bereits auf dem Weg zum Flughafen nocheinmal vorbei schau kann ich mir lebhaft vorstellen, was für ein feines Essen am Abend serviert werden wird. Ich sehe Salat, Kartoffeln bereits als Chips geschnitten, Gemüse und Fleisch, mmmh gerne wäre ich auch noch dabei. Vielleicht das nächst Mal!

Meine nächste Reise ist vorgesehen für Februar 08, das dauert halt wieder einen Moment, aber ich freue mich heute schon. An Weihnachten wird Melanie (meine Tochter) dort sein und dann sind da ab Januar auch noch zwei junge Schweizerinnen, die im Kinderhaus ein Praktikum absolvieren werden. Die eine hat ihre Ausbildung als Bewegungspädagogin, die andere ihre Matur abgeschlossen. Beide waren schon im Senegal in den Ferien und haben auch unser Kinderhaus besucht. Jetzt möchten sie da gerne für einige Zeit mithelfen.
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		<title>Vereinsorganisation</title>
				
		<link>http://www.amisdusenegal.ch/Vereinsorganisation</link>

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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 00:43:57 +0000</pubDate>

		<dc:creator>amisdusenegal</dc:creator>
		
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Durch periodische Reisen in den Senegal wird der direkte Kontakt zu den Vertrauenspersonen vor Ort und den Menschen die am Projekt mitarbeiten gepflegt und die Entwicklung des Projektes Kinderhaus begleitet.

Einmal pro Jahr wird den Mitgliedern Rechenschaft über den Spendeneingang und die Verwendung der Gelder abgelegt, sowie über den Verlauf von Projekten berichtet.

Der Verein wird von sechs Vorstandsmitgliedern geführt.

Lotti Berner, Präsidentin
Lehrerin an der Realschule Möhlin

Melanie Berner, Presse
Studiert Etnologie und Politik in Zürich

Claudin Bucher, Protokoll
Juristin, Möhlin

Elisabeth Rickenbach, Buchhaltung
Kauffrau 

Yanik Sousa
Student

Fabia Meier
Studentin</description>
		
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